Tipps und Tricks gegen den Winterblues! So werden Sie wieder munter ...

Wer kennt das nicht? Die Tage werden kürzer und wir sind müde, schlapp, lustlos. Alles fällt schwer! Einfach alles! Jede Erledigung, jede Aufgabe erscheint zu viel! Der Heißhunger auf Süßes quält uns zusätzlich - als ob die Müdigkeit nicht schon genug wäre. Statt raus an die frische Luft zu gehen, verkriechen wir uns in den eigenen Wänden. Unser Sofa wird zu dieser Jahreszeit unser bester Freund! Der Akku ist leer! Was tun?

Woher kommt das Stimmungstief?


Die Ursache für unseren Winterblues liegt im Lichtmangel. Wir brauchen ausreichend Licht am Tag, um die für unser Wohlbefinden erforderlichen Hormone zu produzieren. Verringert sich im Herbst und Winter die tägliche "Lichtdosis", sinkt zwangläufig die Produktion stimmungsaufhellender Endorphine und das Glückshormon Serotonin wird weniger ausgeschüttet. Dafür wird jedoch mehr von dem Schlafhormon Melatonin erzeugt, welches uns antriebsarm und müde macht. Denn wenn es draußen früh dunkel ist, denkt der Körper, es sei Schlafenszeit. Interessant ist, dass die Aufnahme des notwendigen Lichts über die Netzhaut des Auges erfolgt und nicht, wie vielleicht viele meinen, über die Haut.


Wie entgehe ich dem Winterblues?



Das wirksamste Mittel gegen das Seelentief ist ein täglicher Spaziergang! Das hört sich einfach an, oder?! Ist es auch! Denn nur der tägliche Gang an der frischen Luft ist ein probates Mittel gegen unseren saisonalen Blues. Auf dem Markt befinden sich zwar etliche sogenannter Tageslichtlampen, welche das körperliche Tief durch künstliches Licht beseitigen sollen. Wirklich wirksam ist jedoch nur das Licht der Sonne und dies sogar bei schlechtem Wetter! Ob der Himmel bewölkt ist oder ob es regnet - täglich 30 Minuten Freigang sind schon ausreichend, um die Produktion der muntermachenden Hormone anzukurbeln und dem winterlichen Dauertief zu entrinnen.


Sport wirkt wie ein Muntermacher!


Wer zusätzlich sportlich aktiv ist und sich gesund und leicht ernährt, ist gegen die dunkle Jahreszeit gewappnet. Sportliche Aktivitäten sorgen für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und bringen Sauerstoff in unseren Körper. Die richtige Ernährung kann unser Wohlbefinden zusätzlich steigern. So sind z.B. Bananen tolle Muntermacher, da sie das Hormon Serotonin liefern. Weitere Lieferanten sind auch Nudeln und Kartoffeln. Ebenfalls positiv wirken sich Speisen aus Hirse aus. Man nannte sie daher im Mittelalter auch das "fröhliche Getreide". Aber auch eine ausreichende Flüssigkeitsmenge ist in diesen Tagen hilfreich. Also trinken, trinken, und nochmals trinken.


... und wenn gar nichts mehr geht?


Sollte der Winterblues dennoch nicht verschwinden, sollte man sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen. Viele Ärzte bieten bei schweren Fällen saisonaler Winterdepression - so der Fachausdruck - eine professionelle Bestrahlungs-/Lichttherapie oder entsprechende Medikation (z.B. mit Johanniskrautpräparaten). In den meisten Fälle lässt sich jedoch das winterliche Tief mit einem täglichen Spaziergang an der frischen Luft kurieren. Also kein Grund zur Sorge! ... und der nächste Frühling kommt bestimmt!

von Anja Sklorz M.A., Online-Redaktion


Unsere Lieb-Links:

Ob Sie tatsächlich am Winterblues leiden, erfahren Sie im Focus Online-Selbsttest.

Tipps vom Netdoktor zur Bekämpfung des Stimmungstiefs.

Psychologische Tipps vom Fachmann.

10 Tipps vom Deutschen Olympischen Sportbund schaffen Abhilfe.

 

 

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